Der Preis einer Rassekatze

 

Der Anschaffungspreis für ein Liebhaber Britisch Kurzhaar/Langhaar Kitten aus seriöser Zucht in Europa liegt bei ca. € 850  - € 1.200,-. Züchten heißt, mit Hilfe bestimmter Verpaarungen die Qualität einer Rasse zu erhalten und möglichst zu verbessern. Außerdem wird Sozialisierung bei uns groß geschrieben und sollte in jeder Zucht ein sehr wichtiger Punkt sein.

 

Sobald eine Katze schwanger ist, wird sie ganz besonders behütet und bedarf erhöhter Aufmerksamkeit und zusätzlichem hochwertigen Futter bzw. Vitaminen, denn sie trägt etwas ganz Besonderes unter ihrem Herzen.

 

Gewissenhafte Katzenzucht ist ein aufwendiges Hobby mit großer Verantwortung.

Eine artgerechte, optimale und stressfreie Haltung der Zuchttiere hat ihren Preis, bedeutet sehr viel Aufwand des Züchters, finanziell wie auch zeitlich und hat einen großen Einfluss auf das Immunsystem der Zuchttiere sowie deren Nachwuchs. Nur dadurch ist die Mutterkatze in der Lage, dies über die Muttermilch an ihre Kitten weiterzugeben. Als zukünftiger Katzenbesitzer profitieren sie davon, dass sie ein gesundes und psychisch stabiles Kitten erhalten, welches dann auch nicht so anfällig für Krankheiten ist. Fürsorge ist auch eine Art der Gesundheitsvorsorge und ist eng mit dem Schutz vor Krankheiten verbunden. Gesundheit der Zuchttiere und deren Nachwuchs hat auch viel mit Wohlbefinden der Tiere zu tun, das wiederum durch vernünftige Ernährung, Zuneigung und Pflege.

Es gibt teilweise erhebliche Unterschiede was den Charakter, Gesundheit, Aussehen und besonders auch die Aufzucht beim Züchter betrifft. Viele Interessenten vergleichen zuerst mal die Preise der angebotenen Kitten. Es ist ja fast so, als ob Äpfel mit Birnen vergliechen werden.

Den Kaufpreis für eine Rassekatze zahle ich einmalig. Wenn jemand da schon mit jedem Euro rechnen muss, würde ich empfehlen, den Kauf einer Katze generell noch einmal zu überdenken bzw. auf einen günstigeren Zeitpunkt zu verschieben. Tiere aus guter Haltung und Aufzucht haben ihren Preis, anders ist eine Hobbyzucht nicht zu betreiben.

Nur eine Britisch Kurzhaar/Langhaar mit einem von einem seriösem Verein ausgestelltem Stammbaum, ist reinrassig, egal ob sie von einem Hobbyzüchter oder einem gewerbsmäßigen Züchter erworben wird. Auch in einer reinen Hobbyzucht haben reinrassige Eltern und deren Nachwuchs Stammbäume. Auch wenn sie als Liebhaber den Stammbaum nicht brauchen, sollten sie darauf Wert legen. Jeder Züchter hat in seinem Verein Vorschriften, an die sich der Züchter halten muss. Sonst bekommt man nämlich keinen Stammbaum. Ein Stammbaum beeinflusst den Preis einer Rassekatze nur unwesentlich.

Schutz und Entlohnung: Anfänger in Sachen Katzenkauf, und das sind sicherlich die allermeisten, sind nicht selten schockiert oder doch zumindest sehr überrascht, wenn sie erstmals am Telefon den Preis für ein Rassekätzchen genannt bekommen. Schließlich möchte man ja nur eine aus einer guten Zucht stammende Katze, kleine Fehler ist man ja bereit zu akzeptieren, ein Stammbaum muss auch nicht unbedingt sein. Nur soll es eben ein Rassetier sein. Eine herkömmliche Hauskatze entspricht entweder nicht so dem Geschmack oder ist von zweifelhafter Gesundheit und Erziehung. Viele Katzenliebhaber sind der Ansicht, dass "die Züchter" bei solchen Preisen das große Geld machen, sich eine goldene Nase verdienen.

 

Seriöse Züchter sehen sich gezwungen, sich gegen solche Behauptungen zur Wehr zu setzen. So listen manche von ihnen ihre Unkosten auf, um zu beweisen, dass hier kein Geld verdient wird, und die Verkaufspreise gerade die Kosten decken. Wer einmal genau überlegt, was alles notwendig ist, um Rassekatzen optimal aufzuziehen, kommt schnell dahinter: Rassekatzenzucht ist ein Hobby, und ein Hobby kostet Geld, statt etwas einzubringen! Da sind zunächst die Anschaffungskosten für gute Zuchttiere, die können schnell bei 1.200,-- Euro und aufwärts pro Tier liegen. Dann folgen die Vereinsbeiträge, denn ein seriöser Züchter ist auf jeden Fall in einem guten Verein. Die Wohnung/das Haus muss katzengerecht eingerichtet werden, evtl. auch der Garten bzw. die Terrasse oder der Balkon. Ein Ausstellungsbesuch, vielleicht sogar im Ausland, schlägt schnell mit ein paar hundert Euro zu Buche. Die Zuchttiere müssen besonders gut mit Qualitätsfutter, Vitamine ernährt werden und verlangen regelmäßige Impfungen bzw. Untersuchungen. Die Deckung bei einem guten Kater kostet auch einige hundert Euro, aber auch die Haltung eines eigenen Deckkaters ist nicht billig. Sind die Kitten da, verlangen auch die Kleinen bestes Futter, die Grund-Impfungen und die Ausstellung der Stammbäume. Was der Züchter allerdings an Geburtsvorbereitung, Sorgen, Arbeit und sonstigen Ausgaben in die Aufzucht steckt, dass schlägt sich in der Regel kaum im Preis nieder.

 

Mit "Billigkatzen" zieht man oft den Kürzeren.

Sparen lohnt sich gerade bei der Anschaffung eines Tieres selten. Ein Lebensgefährte für etwa 15 Jahre und länger sollte mit Verstand und Mühe ausgesucht und nicht vom Preis abhängig gemacht werden. Kann man sich die durchschnittlichen Preise für seine Traumkatze nicht leisten, so sollte man lieber nach einem Hauskätzchen Ausschau halten, als eine Zucht, die unwürdige, teils tierquälerische Haltungs-und Aufzuchtbedingungen bietet, durch einen Mitleidskauf zu unterstützen. Ein kränkelndes, verhaltensauffälliges Problemtier ist oftmals nicht tragbar für Familie und Haushalt. Mancher sieht dies leider erst zu spät ein, nämlich nach gemachter schlechter Erfahrung. Dies sind gerade die Katzenkäufer, die so genannte Billig- und Massenzuchten unterstützen und am Leben erhalten.

 

Fragen Sie nach dem Verein.

Ein Züchter, der Rassekatzen ohne Stammbaum anbietet, hat sich entweder durch seine schlechte Tierhaltung verwirkt, in einem ordentlichen Verein Mitglied zu sein oder er erhielt keine Stammbäume vom Verein, weil er die Zuchtbestimmungen nicht eingehalten hat. Wenn also ohne Vereinsmitgliedschaft gezüchtet wird, entzieht sich ein solcher "Züchter", ganz bewusst jeglicher Kontrolle. Man kann also von vornherein annehmen, dass er Verstöße gegen die Interessen der Katzen begeht oder beabsichtigt, sonst bräuchte er ja Kontrolle nicht zu fürchten.

 

Das Lob ist der Lohn.

Bei ernsthaften Rassekatzenfreunden, die sich mit dem Kauf ihrer Traumkatze Zeit lassen und sich nicht mal eben auf die Schnelle irgendein Tier zulegen, haben die Preise Akzeptanz und Einsicht gefunden. Welcher seriöser Züchter wäre auch noch zur Aufzucht schöner, gesunder und charakterfester Kitten bereit, wenn er bei jedem Tier drauflegen müsste. Dass muss man ohnehin, wenn ein neues Außengehege fällig ist oder eine teure Zuchtkatze keine Jungen bekommt oder nach einem Kaiserschnitt die Aufzucht verweigert. Handaufzucht ist nämlich ein 24-Stundenjob bei dem nicht nur der Jahresurlaub drauf geht! Die Freude an schönen, verschmusten und kerngesunden Kätzchen mit zufriedenen Käufern ist der wirkliche Lohn der Züchter, nicht etwa ein Batzen Geld!

** ZURÜCK **